| 23.09.2011 EiA - News # 6-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, die Altersgrenze für Adoptionsbewerber soll erhöht werden, so schreibt der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages in einer Veröffentlichung vom 21.09.2011 unter www.bundestag.de. Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de EiA – Elterninitiative Adoption e.V. Weißenburg i.Bay. Vereinsregister-Nummer 654 Vorsitzender: Dipl. Betriebswirt (FH) Thomas Stadtmüller, Massenbach 61, 91792 Ellingen Gemeinnütziger Verein im Bereich der Jugendpflege und Jugendfürsorge Finanzamt Ansbach Steuernummer 203/111/61270 Spendenkonto Nr. 4001010 Raiffeisenbank Weißenburg eG (BLZ 760 694 68) Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung nach einer Heraufsetzung der Höchstaltersgrenze für Adoptionsbewerber. Während seiner Sitzung am Mittwochmorgen beschloss der Ausschuss daher einstimmig, den darauf abzielenden Teil einer öffentlichen Petition der interministeriellen Arbeitsgemeinschaft Adoption bei der Bundesregierung als Material zu überweisen sowie den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben und den Landesvolksvertretungen zuzuleiten. Der Petent fordert in seiner Eingabe unter anderem, die Höchstaltersgrenze des älteren Ehegatten der Adoptionsbewerber auf 45 bis 50 Jahre heraufzusetzen, um auch älteren Ehepaaren die Adoption zu ermöglichen. Zur Begründung führt der Petent an, dass dadurch ungewollt kinderlose Paare leichter zu einem Kind kommen und Abtreibungen besser vermieden werden könnten. In der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung verweist der Ausschuss darauf, dass die Adoption und die ihr zugrunde liegenden Regelungen davon geprägt seien, dass sie dem Wohl des Kindes entsprechen müssten. Dies gelte auch für die Alterserfordernisse für adoptionswillige Personen. Hierbei habe der Gesetzgeber nur ein Mindestalter festgelegt, heißt es weiter. Für das Höchstalter seien hingegen keine starren Altersgrenzen geregelt worden, um besser auf die Umstände des Einzelfalls abstellen zu können, schreibt der Ausschuss unter Bezugnahme auf eine Stellungnahme des Bundesministeriums der Justiz (BMJ). Die „Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung“, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAGLJÄ) erarbeitet wurden und in der Adoptionsvermittlung beachtet werden, gingen bislang davon aus, dass es in der Regel nicht dem Kindeswohl diene, wenn der Altersabstand größer als 40 Jahre ist, schreibt der Ausschuss. Als Grund dafür habe die Überlegung im Vordergrund gestanden, dass Adoptiveltern gesund und belastbar sein sollten, um den häufig über ein Normalmaß hinausgehenden elterlichen Anforderungen zur Betreuung eines Adoptivkindes genügen zu können. Die Diskussion um die Altershöchstgrenze, so räumt das BMJ ein, habe jedoch in jüngster Zeit an Bedeutung zugenommen, nicht zuletzt ausgehend vom steigenden Lebensalter und der verlängerten Schaffenskraft älterer Menschen. Auch habe sich die Tendenz verstärkt, dass viele Paare erst im fortgeschrittenen Alter Eltern werden. Die BAGLJÄ sei daher nach Auskunft des BMJ darauf hingewiesen worden, die Jugendämter anzuhalten, auch älteren Adoptionsbewerbern bei der Adoption eine Chance zu geben. Derzeit würden diese sich pauschal weigern, für ältere Adoptionsbewerber einen für die Adoption unerlässlichen Elterneignungsbericht zu erstellen. Der Petitionsausschuss, so heißt es in der Begründung zur Beschlussempfehlung, hält die vorliegende Eingabe für geeignet, bei der weiteren Entwicklung beachtet zu werden. Die von dem Petenten außerdem noch erhobenen Forderungen nach einer Freigabe zur Adoption schon während der Schwangerschaft sowie eine erleichterte Freigabe zur Adoption im Hinblick auf wirtschaftliche Not finden hingegen nicht die Unterstützung der Abgeordneten. | |
| 24.08.2011 EiA - News # 5-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, "Wir lernen uns kennen" heißt die inhaltlich und optisch überarbeitete Broschüre, die das Bayerische Landesjugendamt herausgibt. Zielgruppe sind Pflege- und Adoptiveltern. Dieses Bilderbuch soll allen Familienmitgliedern verdeutlichen, welche Situationen auf sie zukommen können. Es werden Gründe für bestimmte Verhaltensweisen von Pflege- und Adoptivkindern dargestellt. Damit können Missverständnisse zwischen neuen Eltern und den ihnen anvertrauten Kindern vermieden werden. Eltern können verständnisvoll reagieren. Diese Veröffentlichung kann zu einem Preis von 2,30 € beim Bayerischen Landesjugendamt, Marsstr. 46, 80335 München oder per E-Mail poststelle@zbfs.bayern.de angefordert werden. Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de | |
| 11.08.2011 EiA - News # 4-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, das Statistisch Bundesamt in Wiesbaden hat die Zahlen zu Adoptionen im vergangenen Jahr veröffentlicht. Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de Erstmals seit 17 Jahren sind in Deutschland wieder mehr Kinder adoptiert worden. Die Zahl der Bewerber für ein Adoptivkind ging 2010 zugleich aber weiter zurück – auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. 4021 Babys, Kinder und Jugendliche wurden 2010 adoptiert, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings war die Zahl der angenommenen Kinder zwischen 2004 und 2009 auch um knapp ein Viertel gesunken. Und mehr als die Hälfte aller adoptierten Kinder (2184) wurde von ihren Stiefeltern angenommen, also von einem neuen Partner eines leiblichen Elternteils. 168 Minderjährige wurden von Verwandten adoptiert und nur 1669 kamen in fremde Familien. Der Anteil der Kleinkinder nahm weiter leicht zu: Rund ein Drittel (plus zwei Prozentpunkte) aller Adoptivkinder waren jünger als drei Jahre. Bei den sogenannten Fremdadoptionen waren sogar fast zwei Drittel (63 Prozent) noch nicht im Kindergartenalter. Genau 944 Kinder und Jugendliche waren 2010 für eine Adoption vorgemerkt, gut 15 Prozent mehr 2009. Zugleich ging die Zahl der Bewerber um rund zehn Prozent auf 6460 zurück. „Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen sieben mögliche Adoptiveltern gegenüber“, so die Statistiker. Im Vorjahr waren es noch neun. Die Chance, ein Kind annehmen zu können, sei damit leicht gestiegen. (Quelle: focus.de vom 11.08.2011) | |
| 28.07.2011 EiA - News # 3-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, das Bayerische Landesjugendamt teilt mit, dass die Auslandsvermittlungsstelle von Eltern für Kinder e.V. in Berlin mit Bescheid vom 17.05.2011 die besondere Zulassung zur internationalen Adoptionsvermittlung von Kindern aus der Republik Togo erhalten hat. Die Zulassung ist zunächst befristet bis zum 20.05.2013. Togo ist seit 01.02.2010 Vertragsstaat des Haager Adoptionsübereinkommens von 1993. Eltern für Kinder ist nunmehr zur Adoptionsvermittlung im Verhältnis zu den Ländern Haiti, Mongolei, Peru, Sri Lanka, Thailand und Togo befugt. Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de | |
| 29.05.2011 EiA - News # 2-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, heute möchte ich auf das Buch Kindesannahme - Adoption - Wahlkindschaft von Clausdieter Schott hinweisen. Der Leser begibt sich mit diesem Buch auf eine bebilderte Zeitreise von der Entwicklung der Kindesannahmen seit 2365 v.Chr. zu den erstmals überlieferten Kodifizierungen einer Adoption durch König Hammurapi, von den Kindesannahmen in der griechische Mythologie bis zu den germanischen Riten, von den Adoptionsformen des napoleonischen Code Civil hin zu den umfassend dokumentierten Normierungen im 20. Jahrhundert. Fachlich fundiert und unterhaltsam werden die historischen Wurzeln der Adoption beschrieben. Leseproben sind auf der Seite www.vfst.de . Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de | |
| 11.03.2011 EiA - News # 1-2011 Liebe Mitglieder und Freunde, mal wieder eine kuriose Nachricht, die zeigt, was es doch allerlei Merkwürdiges in Zusammenhang mit Adoptionen gibt. Würde es einer Vegetarier-Familie verboten sein, ein Kind zu zeugen? Thomas Stadtmüller vorstand@eia-online.de GRIECHENLAND Vegetarier sollen kein Kind adoptieren dürfen 10. März 2011, 19:02Zuständige Behörde konsultierte medizinische Fakultät und untersagte Schritt aus Angst um die Ernährung des Kindes - Fall vor Gericht Weil es weder Fleisch noch Fisch verzehrt, darf ein Paar in Griechenland kein Kind adoptieren. Aus Sorge, das Kind könne nicht ausgewogen ernährt werden, untersagte die zuständige Behörde auf Kreta den Vegetariern eine Adoption, wie der Leiter des Sozialamtes in der Inselhauptstadt Heraklion, Spyros Epitropakis, am Donnerstag mitteilte. MEHR ZUM THEMA UNIVERSITÄT:Donau-Uni: Masterstudium neben dem Job Werbung "Wir haben die medizinische Fakultät der Universität von Kreta konsultiert, und diese sagte uns, dass zum Ernährungsplan von Kindern Fleisch und Fisch gehört", sagte Epitropakis. "Wir wollen niemanden diskriminieren, aber wir mussten das prüfen. Jetzt liegt der Fall bei den Justizbehörden." Das Paar will vor Gericht erreichen, dass die Entscheidung gekippt wird. Der Mediziner, auf den sich die Behörde beruft, kritisierte die Ablehnung der Adoption. Solange die Vegetarier dem Kind nicht ihre Ernährungsweise aufzwängen, sehe er keine Probleme, sagte der Forscher Antonis Kafatos. Ein Kind müsse unter anderem Fisch, Meeresfrüchte und Milchprodukte essen, Fleisch sei nicht das Wichtigste, fügte er hinzu. Der Fall soll am 16. März vor Gericht verhandelt werden. (APA) | |
| 28.10.2010 EiA - News # 9-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, und noch eine wichtige Entscheidung, die zu beachten ist... So berichtet stern.de am 26.10.2010: Ausländische Kinder können erst dann für eine Adoption nach Deutschland einreisen, wenn unabhängig überprüft worden ist, ob die Adoption dem Wohl des Kindes dient. Ohne ein solches so genanntes Adoptionsvermittlungsverfahren dürfen die deutschen Botschaften kein Visum ausstellen, wie am Dienstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied. (Az: 1 C 16.09) Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de | |
| 28.10.2010 EiA - News # 8-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, nachfolgend eine richterliche Entscheidung, die das bestätigt, was seit langem eigentlich bekannt ist. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Keine Adoption aus islamischen Ländern Weil es in Marokko aus religiösen Gründen keine Adoption gibt, darf ein 12-jähriger Junge nicht zur Adoption nach Deutschland einreisen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht. VON CHRISTIAN RATH LEIPZIG taz | Die Adoption von Kindern aus Ländern mit islamisch geprägtem Rechtssystem ist kaum möglich. Wie jetzt das Bundesverwaltungsgericht entschied, haben entsprechende Kinder derzeit gar keine Chance legal nach Deutschland einzureisen. Geklagt hatte eine 48-jährige Münchenerin. Sie ist deutsche Staatsangehörige, aber gebürtige Marokkanerin; ihre Familie lebt noch in Marokko. Über ihre Schwester, eine Lehrerin, bekam die Frau Kontakt zu einem Jungen, der in einem Waisenhaus in Casablanca lebt. Schon seit sechs Jahren versucht sie den Jungen zu adoptieren, was aber bisher an den deutschen Behörden scheitert, die mit den Besonderheiten des islamischen Rechts nicht zurecht kommen. "In Marokko gibt es nämlich keine Adoptionen", erklärt die Berliner Anwältin Oda Jentsch, die den Fall übernommen hat, "weil der Koran eine Verdrängung der leiblichen Eltern verbietet". Möglich ist aber die Kafala, eine Art Pflegschaft, die nur bis zur Volljährigkeit besteht und auch keine erbrechtlichen Folgen hat. Schon 2005 hat die Münchenerin in Marokko die Kafala für den Jungen erhalten. Das Familiengericht Casablanca hat auch die Ausreise nach Deutschland gestattet. Was fehlt ist ein Visum der deutschen Botschaft, das bis heute verweigert wird. Der Junge kann also nicht nach Deutschland einreisen, um hier ein Adoptionsverfahren durchzuführen. Diese harte Linie des Auswärtigen Amts hat nun das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig voll bestätigt. Ein Visum für eine Auslandsadoption könne nur erteilt werden, wenn ein ordentliches Adoptionsvermittlungsverfahren durchgeführt wurde. Das aber sei mit Marokko nicht möglich, weil es dort keine Adoptionen gebe. Also gebe es auch keine Adoptionsbehörde, die im Auftrag der deutschen Behörden, prüfen können, ob das Kind für die Adoption geeignet ist. Und weil das ganze Verfahren dem Kindeswohl diene, könne es auch keine Ausnahme geben, so die Argumentation der Leipziger Richter. "Da war überhaupt kein Interesse, eine pragmatische Lösung zu suchen", kritisiert Anwältin Jentsch. Sie geht davon aus, dass es hunderte vergleichbarer Fälle gibt, denen ebenfalls ein Visum verweigert wird. Auch Länder wie Tunesien, Algerien oder Afghanistan kennen aus religiösen Gründen keine Adoption. Bisher war eine Einreise solcher Kinder nur möglich, wenn man mit den Behörden gekungelt hat oder das Kind über Kontakte in einem anderen EU-Staat nach Deutschland lotste. "Ein sauberer und einfacher Weg steht nicht zur Verfügung", kritisiert Oda Jentsch, die nun eine Verfassungsbeschwerde prüft. Möglicherweise wird sich die Situation verbessern, wenn zum Jahreswechsel das Haager Kinderschutzabkommen in Deutschland in Kraft tritt. Dann können deutsche Behörden am Kafala-Verfahren mitarbeiten und marokkanische Kafala-Entscheidungen in Deutschland anerkannt werden. Ob es dann aber auch ein Visum für den Waisenjungen aus Casablanca gibt, kann heute noch niemand sagen. | |
| 06.09.2010 EiA - News # 7-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, das ist eine Geschichte, wie Sie das Leben schreibt und die einmal Adoption aus einem anderen Blickwinkel zeigt - jenseits der Prominenten, wie Madonna und Brangelina. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Israelisches Paar adoptiert fünf Waisenkinder Tel Aviv. Von null auf fünf: Ein kinderloses israelisches Paar hat per Adoption den Sprung zur Großfamilie gewagt. Die über 50-Jährigen nahmen fünf Waisen im Alter von sieben bis 17 Jahren an Kindes Statt an, wie die israelische Zeitung „Jediot Achronot“ am Sonntag berichtete. Die aus Äthiopien eingewanderten Eltern der Kinder sind schon vor mehreren Jahren gestorben. Zunächst hatte sich der älteste Sohn allein um die jüngeren Geschwister gekümmert. Er war jedoch mit der Aufgabe überfordert und konnte auch nicht mehr zur Schule gehen. Leah, die Adoptivmutter, las in der Zeitung von dem traurigen Fall. „Die Tragödie der Waisenkinder hat etwas in mir bewegt“, sagte sie dem Blatt. Gemeinsam mit ihrem Mann Jonathan - von Beruf Elektroingenieur - beschloss sie, die Kinder unter ihre Fittiche zu nehmen. Das in zweiter Ehe verheiratete Paar hat jetzt bei Tel Aviv eine große Wohnung gemietet, um dort mit den Kindern zu leben. „Unsere Freunde haben gesagt, wir seien verrückt geworden, aber ich bin sehr glücklich“, sagte die Heilpraktikerin der Zeitung. „Das ganze Leben lang haben wir von Kindern geträumt, und jetzt haben wir auf einmal fünf.“ (dpa) | |
| 05.08.2010 EiA - News # 6-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, KISS - die Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfegruppen - hat den neuen Selbsthilfeführer herausgebracht. Darin sind wir für Mittelfranken als einzige Gruppe zu Adoptionen aufgelistet. Weiteres zu KISS und dem Selbsthilfeführer unter www.kiss-mfr.de Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de | |
| 05.08.2010 EiA - News # 5-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, das Statistische Bundesamt teilt in einer aktuellen Pressemitteilung die jüngste Entwicklung bei Adoptionen mit. Tendenz: Weiter rückläufig. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de WIESBADEN – Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist weiter deutlich rückläufig und hat im Jahr 2009 mit insgesamt 3 888 einen erneuten Tiefststand erreicht. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit setzte sich die Entwicklung der letzten Jahre weiter fort: Allein seit 2004 ist die Zahl der Adoptionen um knapp ein Viertel (23%) gesunken, gegenüber 1994 sogar um mehr als die Hälfte (54%). Mehr als die Hälfte aller Adoptionen (2 011 Adoptionen beziehungsweise 52%) waren Stiefelternadoptionen. Bei einer Stiefelternadoption wird der oder die Minderjährige durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils adoptiert. 185 Kinder wurden durch Verwandte adoptiert, 1 692 Kinder durch nicht verwandte Personen. Das Verwandtschaftsverhältnis der adoptierten Kinder zu den Adoptiveltern hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Von den im Jahr 2009 adoptierten Kindern waren 30% unter 3 Jahre alt. Jeweils rund 15% der Adoptierten waren 3 bis 5 Jahre, 6 bis 8 Jahre beziehungsweise 9 bis 11 Jahre alt. 25% der adoptierten Kinder waren 12- bis 17-Jährige. Damit stieg der Anteil der unter 3-Jährigen an den Adoptierten gegenüber 2004 um 7 Prozentpunkte, während der Anteil der 12- bis 17-Jährigen um 6 Prozentpunkte sank. In den anderen Altersklassen gab es keine nennenswerten Veränderungen. Für eine Adoption vorgemerkt waren 2009 insgesamt 818 Kinder und Jugendliche, knapp 6% mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2008 um 9% vermindert; in den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 7 139 Adoptionsbewerbungen vor. Damit belief sich das Verhältnis von Adoptionsbewerbungen zur Zahl der zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen rein rechnerisch auf 9 zu 1. | |
| 07.07.2010 EiA - News # 4-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, www.oe24.at berichtet am 06.07.2010 über die Umwälzungen in Bulgarischen Waisenhäusern in nachfolgendem Bericht. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Noch leben fast 8.000 junge Menschen in "Isolierheimen". Adoptionen sollen erleichtert werden. Bulgarien will alle 32 Waisenhäuser für Kinder schließen. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten zur Adoption sowie zur Unterbringung bei Pflegefamlien verbessert werden. Viele Waisenhäuser wurden bereits geschlossen, mehr als 6.000 Kinder haben eine Pflegefamilie bzw. Adoptiveltern gefunden oder sind zu ihren leiblichen Verwandten zurückgekehrt. 7.600 Kinder in "Isolierheimen" Noch immer aber leben in diese Anstalten etwa 7.600 Kinder, die den Staat 40. Mio. Euro jährlich kosten. Das größere Problem ist jedoch: Jedes Jahr werden 3.000 Babys in diesen "Isolierheimen" zurückgelassen. Hier will der Staat mit neuen Mittel eingreifen, etwa bessere finanzielle Unterstützungen für sozialschwache, junge Famlien und allein erziehende Mütter. Katastrophale Bedinungen Die Verhältnisse in diesen Waisenhäusern sind großteils katastrophal, vor allem die Gesundheitsversorgung und die Betreuung der Kleinen. Adoptions-Verfahren funktionieren oft nicht und sind nicht selten von Korruption überschattet. Die Institution der Pflegefamilie wurde in Bulgarien erst in den vergangenen Jahren eingeführt. Mehrheit für Schließung Die Schließung der Waisenhäuser stößt in Bulgarien auf große Unterstützung, nachdem im Jahr 2008 ein französischer Film und Recherchen über die Kinderheime für geistig und physisch schwerbehinderte Kinder im Dorf Mogilino im Donaubezirk Russe für große Empörung sorgten. Der Film zeigte Kinder, die an ihre Betten gefesselt waren. In den Waisenhäusern leben überwiegend Kinder aus ärmsten Verhältnissen, vor allem Roma-Kinder, sowie junge Menschen mit schweren geistigen oder körperlichen Behinderungen. | |
| 20.05.2010 EiA -News # 3-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, der NDR berichtet auf seiner Homepage von der Anklage der Hamburger Staatsanwaltschaft an die früheren Verantwortlichen der Adoptionsvermittlungsstelle ICCO e.V., die älteren Adoptionsbewerbern und Adoptiveltern sicher noch ein Begriff ist. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Adoptionsvermittlung wegen Kinderhandels angeklagt Kind an der Hand eines Erwachsenen © picture-alliance/scanpix Fotograf: Jan Hakan Dahlström Die Kinder dürfen bei ihren Adoptiveltern bleiben - egal wie der Prozess ausgeht. (Archivfoto) Eine Hamburger Adoptionsvermittlung steht im Verdacht, widerrechtlich Kinder aus Russland nach Deutschland vermittelt zu haben. Nach vierjähriger Ermittlung hat die Staatsanwaltschaft Hamburg nach Informationen von NDR 90,3 und NDR Info jetzt Anklage gegen drei Hauptverantwortliche des Vereins International Child's Care Organisation (ICCO) wegen gewerbsmäßigen Kinderhandels erhoben. In dem Fall geht es um kleine Kinder aus Russland, die zwischen 2003 und 2006 von Paaren in Deutschland adoptiert wurden. "Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben wegen 30 Fällen von verbotener Kindervermittlung. Hierbei handelt es sich überwiegend um Mädchen und Jungen, die heute schätzungsweise zwischen fünf und zehn Jahre alt sind. Diese Kinder stammen nach unseren Erhebungen entweder aus sozial schwierigen Verhältnissen oder waren Waisenkinder", sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers. Die Kinder waren Möllers zufolge zwar zur Adoption freigegeben, dem Verein habe jedoch die notwendige Erlaubnis der russischen Behörden gefehlt. "Zum einen hatte der Verein keine Lizenz, in Russland selbst tätig zu werden, und zum anderen war es dem Verein nach unseren Erkenntnissen und nach unserer Beurteilung verboten, über die Zwischenschaltung einer dritten Person, hier eines amerikanischen Unternehmens, Adoptionen durchzuführen." ICCO darf zwar keine Kinder mehr vermitteln, aber Eltern können sich theoretisch nach wie vor an den Verein wenden. Bach: "Die werbliche Adoptionsvermittlung ist verboten. Beratung, Information kann jeder Mann, jede Frau anbieten, auch gegen Entgelt." Den drei Angeklagten, die alle ihre Schuld bestreiten, droht eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Autorin/Autor: Kathrin Erdmann Stand: 17.05.2010 19:45 | |
| 18.04.2010 EiA - News # 2-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, das Bayerische Landesjugendamt berichtet in seiner aktuellen Ausgabe des Mitteilungsblattes über folgende Neuigkeiten. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Adoptionsstopp in Nepal Aufgrund neu aufgetretener Kinderhandelsvorwürfe in Nepal haben die Deutsche Botschaft in Kathmandu und das Auswärtige Amt dringend empfohlen, keine internationalen Adoptionsverfahren von Kindern aus diesem Land mehr durchzuführen, bis die internen Adoptionsvermittlungsverfahren verbessert und an internationale Regelungen angepasst wurden. Dies hat zur Folge, dass die Zulassungen der beiden Auslandsvermittlungsstellen für Nepal Eltern-Kind-Brücke und Held a child ausgesetzt wurden. Es werden derzeit keine Adoptionsbewerbungen mehr für ein Kind aus Nepal angenommen. Mit einer Änderung der Lage im Land hinsichtlich Adoptionsvermittlungsverfahren ist in nächster Zeit nicht zu rechnen. Schließung der Auslandsadoptionsstelle des SKF Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) unterhält seit 1992 eine anerkannte Auslandsvermittlungsstelle. Die Delegiertenversammlung hat beschlossen diese Vermittlungsstelle aus finanziellen und strukturellen Gründen zum 01.01.2011 zu schließen. Die Möglichkeit einer Anschlussträgerschaft durch einen anderen konfessionell gebundenen Träger wird noch geprüft. Dies bedeutet, dass alle bereits begonnenen Vermittlungsverfahren bis 31.12.2010 weitergeführt werden, ebenso die postadoptive Begleitung und die Weiterleitung von Entwicklungsberichten. Danach soll eine Überleitung in eine Anschlussträgerschaft erfolgen oder es tritt die Auffangfunktion der Zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter in Kraft. Neue Bewerber werden schon jetzt nicht mehr angenommen. | |
| 10.04.2010 EiA - News # 1-2010 Liebe Mitglieder und Freunde, unglaublich, aber wahr. So könnte man die beiden folgenden, aktuellen Nachrichten bezeichnen. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Eltern schickten adoptiertes Kind zurück In den USA hat ein Ehepaar ein Kind nach der Adoption in ein Flugzeug nach Russland gesetzt - angeblich wegen psychischer Probleme. Eltern in den USA haben ein adoptiertes sieben Jahre altes Kind allein in seine russische Heimat zurückgeschickt. Der Fall sorgte in Russland für einen Aufschrei der Empörung. Außenminister Sergej Lawrow forderte, alle Adoptionsverfahren mit amerikanischen Familien vorerst auf Eis zu legen. Der Bub wurde in ein Krankenhaus in Moskau gebracht, wo er ärztlich untersucht werden sollte. Nach russischen Behördenangaben traf Artjom S. am Donnerstag an Bord einer Maschine aus Washington in Moskau ein - ohne jede Begleitung. Er habe einen Brief seiner Adoptivmutter bei sich getragen. Darin heißt es, sie gebe den Knaben wegen schwerer psychischer Probleme und seiner Gewalttätigkeit zurück. Die im US-Bundesstaat Tennessee lebende Großmutter des Kindes sagte, der Bub sei seiner Mutter gegenüber gewalttätig geworden. Sie habe das Kind mitsamt der Notiz ihrer Tochter zu der Maschine nach Moskau gebracht. Die Familie habe einem Mann 200 Dollar gezahlt, damit er Artjom am Moskauer Flughafen abhole und ihn ins russische Bildungsministerium bringe. (Artikel vom 09.04.2010 20:37 | apa) Depression bei Adoptiveltern nach Annahme eines Kindes Nach der Geburt des Nachwuchses erleiden manche Mütter und auch Väter eine Depression. Aber auch viele Adoptivelternverfallen nach der Aufnahme des Kindes in niedergeschlagene Stimmung. Ursache davon sind einer Studie zufolge oft übersteigerte und unrealistische Erwartungen an die Elternschaft. Die Forscher der Purdue Universität im US-Staat Indiana befragten neben Experten auch 21 Elternpaare, die nach der Adoption depressive Symptome wie Schwermut, Interesselosigkeit, Müdigkeit oder Schuldgefühle entwickelt hatten. „Man hört viel über die Kindbettdepression nach einer Entbindung, aber das emotionale Wohl von Adoptiveltern nach der Aufnahme eines Kindes wird nicht thematisiert“, sagt Studienleiterin Karen Foli. (Quelle: bild.de vom 10.04.2010) | |
| 13.12.2009 EiA - News # 8-2009 Wiesbaden/ddp. Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten 2008 insgesamt 4201 Kinder und Jugendliche neue Eltern. Dies waren im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent weniger. 2007 waren von den Adoptionsvermittlungsstellen 4509 Adoptionen gemeldet worden. Beinahe die Hälfte der Adoptionen waren den Angaben zufolge mit 2056 Stiefelternadoptionen. Dabei wird der oder die Minderjährige durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils adoptiert. 30 Prozent der adoptierten Kinder waren laut der Statistik unter drei Jahren. Bei den Drei- bis Fünfjährigen, Sechs- bis Achtjährigen und Neun- bis Elfjährigen lag der Anteil bei jeweils 15 Prozent, bei den 12- bis 17-Jährigen bei 25 Prozent. Für eine Adoption vorgemerkt waren im vergangenen Jahr 774 Kinder und Jugendliche und damit knapp 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen habe sich im Vergleich zu 2007 um zwölf Prozent vermindert. In den Vermittlungsstellen lagen 7841 Adoptionsbewerbungen vor. «Damit belief sich das Verhältnis von Adoptionsbewerbungen zur Zahl der zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen rein rechnerisch auf 10 zu 1», erklärten die Statistiker. (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung) Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de | |
| 23.09.2009 EiA - News # 7-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, leider kommt es immer noch vor, dass Kinder an Adoptionsinteressierte verkauft werden. Zum Glück wird dagegen massiv vorgegangen und die Drahtzieher werden angeklagt. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de 16 Angeklagte nach Adoptionsskandal in Vietnam vor Gericht (AFP) – Vor 1 Tag Hanoi — In Vietnam stehen seit Dienstag 16 Beamte, Ärzte und Krankenschwestern wegen des Verdachts vor Gericht, Babys gegen viel Geld an Adoptionseltern im Ausland verkauft zu haben. Nach Angaben der vietnamesischen Medien sollen sie zwischen 2005 und 2008 die Papiere von insgesamt 266 Kindern in der Provinz Nam Dinh gefälscht haben, um sie als vermeintliche Waisen zur Adoption freizugeben. Unter den Angeklagten sind demnach auch die Leiter zweier Hilfszentren in der Provinz, die vor allem mit Adoptionsstellen in Italien und Frankreich zusammengearbeitet haben sollen. Nach Angaben des Provinzgerichts müssen sie sich unter anderem wegen Machtmissbrauchs verantworten. Das Urteil wird für kommenden Montag erwartet. Ans Tageslicht kam der Skandal im vergangenen Jahr durch einen vernichtenden Bericht der US-Botschaft über den Handel mit Babys in dem südostasiatischen Land. Deren Untersuchungen hatten ergeben, dass Vermittlungsagenturen in den USA pro Kind bis zu 10.000 Dollar an "Spenden" zahlten - im Gegenzug wurden Geburtsurkunden gefälscht und versichert, dass die Babys von ihren Eltern verlassen wurden. In Wirklichkeit wurden die leiblichen Eltern in den meisten Fällen unter fadenscheinigen Gründen dazu gebracht, ihre Kinder den Betreuern anzuvertrauen. In anderen Fällen erhielten schwangere Mütter Geld dafür, dass sie ihre Neugeborenen weggaben. Als Folge des Skandals stoppten die USA alle Adoptionen in Vietnam, andere Länder folgten, darunter auch Deutschland. © 2009 AFP. | |
| 14.09.2009 EiA - News # 6-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, ein toller Bericht, der Adoptionen seriös und mit Hintergrundinformationen darstellt. Das würde ich mir immer so wünschen. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Katherine Heigl adoptiert Kind mit Behinderung Sie scheint keine Angst vor großer Verantwortung zu haben: Katherine Heigl wird ein koreanisches Baby mit Behinderung adoptieren. Die Schauspielerin aus 'Die nackte Wahrheit' bestätigte vor kurzem, dass sie und ihr Mann Josh Kelley ein zehn Monate altes Mädchen namens Nayleigh adoptieren werden. Der Adoptionsprozess war nur von kurzer Dauer, da die Kleine sich schnell in ihre neue Familie eingewöhnen soll. Heigl erklärt dazu: "Sie ist ein Kind mit Behinderung, deshalb ist alles viel schneller gegangen. Man wollte, dass sie so schnell wie möglich zu uns kommt. Das Timing hat eine Rolle dabei gespielt, wann wir es öffentlich machen. Ich wollte es bekannt machen, damit niemand denkt, ich habe ein koreanisches Baby geklaut!" Die Star-Blondine ist derweil überzeugt, dass Nayleigh für sie und ihren Gatten bestimmt war. "Sie wurde einen Tag vor meinem Geburtstag im November geboren, das ist wirklich ein glücklicher Zufall und irgendwie ein Zeichen. Ich habe erst vor kurzem gemerkt, dass ich im Grunde dadurch meinen Geburtstag für den Rest meines Lebens einbüßen muss." Die 30-jährige Aktrice sprach außerdem über den Prozess, den sie und Kelley für die Adoption durchlaufen mussten. Der US-Talkshow-Moderatorin Ellen DeGeneres verriet sie: "Wir werden sehr bald adoptieren. Vor ungefähr einem Jahr sagten wir uns: 'Okay, lass uns diesen Prozess beginnen', und der Prozess ist sehr intensiv." Unter anderem mussten sie einen 40-seitigen Fragebogen ausfüllen, erklärte Heigl weiter: "Da sind stichhaltige Fragen dabei. Man denkt über manche der Fragen länger nach. Man spricht darüber, aber man kommt erst richtig rein, wenn man sich die Fragen anschaut und sich sagt: 'O mein Gott, wir beantworten diese Fragen lieber richtig, sonst kriegen wir kein Baby.'" Die Filmschönheit ging sogar soweit, den Adoptionsprozess mit der Geburt eines Kindes zu vergleichen: "Es ist anders, aber dann auch wieder nicht. Wisst ihr was ich meine? Ich bin mir sicher, dass es genauso intensiv ist, ein Kind auf natürlichem Wege zu haben, weil man die körperlichen Anstrengungen dabei durchmacht." Die Tatsache, dass ihre Schwester ebenfalls aus Korea adoptiert wurde, spielte bei ihrer Wahl eine große Rolle, gibt Heigl zu. "Es war schon immer ein großer Teil in meinem Leben und meiner Familie. Meine Schwester ist koreanisch und meine Eltern adoptierten sie in den 70ern, und ich wusste schon immer, dass das etwas ist, das ich machen will." Kompromisse wollte sie keine eingehen, beharrt sie. "Ich wollte einfach nur sichergehen, dass ich einen Kerl heirate, der versteht, dass es auf jeden Fall passieren würde. Nicht jeder kann das nachvollziehen, nicht jeder denkt so." '(Quelle: gala.de, 14.09.2009) | |
| 14.09.2009 EiA - News # 5-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, in Sachen Adoption wieder eine dieser eher erschreckenden Nachrichten anbei. Schön, dass sich jemand findet, der auch einem HIV infiziertem Kind ein Leben außerhalb eines Heimes ermöglichen will. Aber mit 62 Jahren ist das ein reichlich später Entschluss. Bin gespannt, was wir darüber noch lesen werden. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Elton John will HIV-infizierten Jungen adoptieren Der britische Popstar Sir Elton John (62) will einen mit HIV infizierten Jungen aus der Ukraine adoptieren. Musik - Elton John will HIV-infizierten Jungen adoptieren dpa Der 14 Monate alte Lew aus einem Waisenhaus in der Nähe von Donezk im Südosten der Ex-Sowjetrepublik sei ihm sofort ans Herz gewachsen, sagte John nach Angaben ukrainischer Medien. John und sein Partner David Furnish (46) besuchten am Samstag in der Stadt Makejewka das Heim für Kinder, deren Eltern an der Immunschwäche Aids gestorben sind. Der Sänger engagiert sich seit Jahren auch für HIV-Infizierte in der Ukraine. Wegen seiner Tourneen, seines Alters und seines Lebensstils habe er bisher Adoptionen stets abgelehnt, sagte Elton John vor Journalisten. Die Begegnung mit Lew habe jedoch zu einem Sinneswandel geführt. „Ich weiß nicht, wie wir das schaffen werden, aber er hat mein Herz erobert. Und er hat Davids Herz erobert, und es wäre wunderbar, wenn wir ihm ein Zuhause geben können“, zitierte die BBC den Star. Das Paar habe immer wieder über eine Adoption gesprochen. | |
| 23.07.2009 EiA - News # 4-2009 4 201 Adoptionen in 2008 Wiesbaden (ots) - 2008 wurden in Deutschland 4 201 Kinder und Jugendliche adoptiert. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die Zahl der Adoptionen lag damit um 7% niedriger als im Vorjahr; 2007 waren von den Adoptionsvermittlungsstellen 4 509 Adoptionen gemeldet worden. Beinahe die Hälfte der Adoptionen (2 056; 49%) waren Stiefelternadoptionen. Bei einer Stiefelternadoption wird der oder die Minderjährige durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils adoptiert. 30% der adoptierten Kinder waren unter 3 Jahre alt, bei den Altersgruppen 3 bis 5 Jahre, 6 bis 8 Jahre und 9 bis 11 Jahre lag der Anteil bei jeweils 15% und bei den 12- bis 17-Jährigen bei 25%. Für eine Adoption vorgemerkt waren 2008 insgesamt 774 Kinder und Jugendliche und damit knapp 13% weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2007 um 12% vermindert; in den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 7 841 Adoptionsbewerbungen vor. Damit belief sich das Verhältnis von Adoptionsbewerbungen zur Zahl der zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen rein rechnerisch auf 10 zu 1. Weitere kostenlose Informationen gibt es im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen | |
| 05.06.2009 EiA - News # 3-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, es ist erschreckend wie mit Kindern und auch Adoptivkindern in einigen Ländern umgegangen wird. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Die Verwahrlosung der Jüngsten in Russland erreicht verheerende Ausmaße MOSKAU - Russland erregt sich über die Verwahrlosung seiner Kinder. Sogar Präsident Dmitri Medwedew griff, als er am Tag des Kindes am Montag kinderreichen Müttern Orden umhängte, in die Diskussion ein: Die Herzlosigkeit der Gesellschaft beim Umgang mit Kindern und ihre Gleichgültigkeit hätten ein „erschreckendes Ausmaß“ angenommen. Ähnlich sehen das die Orthodoxe Kirche, Liberale und Bürgerbewegte: Gruppen, die sonst selten einen gemeinsamen Nenner finden und Medwedew eher kritisch gegenüberstehen. Immer mehr Kinder werden zur Adoption freigegeben Kreml und Regierung hatten nach Serien von Misshandlungen russischer Adoptivkinder in den USA 2007 das Verfahren für Auslandsadoptionen erheblich verschärft. Obwohl das Heer der Waisen nach Angaben des Duma-Ausschusses für Familienpolitik, Mutter und Kind jährlich um 120 000 Kinder wächst. Und damit fast das Niveau Anfang der 20er Jahre erreicht, als Millionen Menschen im Bürgerkrieg umkamen. Besonders peinlich für die Titularnation, die sich gern und oft auf angebliche kulturelle und moralische Überlegenheit beruft, ist dabei, dass derartige Probleme im Nordkaukasus und den Muslim-Regionen an der Wolga so gut wie unbekannt sind. Dort übernehmen intakte Großfamilien das Krisenmanagement. In Zentralrussland dagegen, wo das Meinungsforschungsinstitut Vziom gezielt kinderlose Paare befragte, konnte sich nur jeder 20. eine Adoption vorstellen. Und das, obwohl der Staat über Willige sein Füllhorn ausschüttet. Mehr noch: In der zweiten Hälfte 2008 ging die Zahl der Adoptionen in Russland um ein Drittel zurück. Um dreißig Prozent gestiegen sind dagegen Fälle, in den Adoptiveltern Kinder an Heime zurückgeben. Wie eine Ware, die dem Kunden nicht gefällt, empörte sich Albert Lichanow, Schriftsteller und Präsident der Assoziation von Kinderhilfswerken. Über 6000 derartige Fälle registrierte sie allein in den letzten zwölf Monaten. Ein Ehepaar aus Kaliningrad gab offen zu, ein Kind adoptiert zu haben, um leichter an einen Kredit für den Wohnungskauf zu kommen. Als die Bank ablehnte, brachten sie das Kind wieder ins Heim. Ähnlich häufig werden Adoptivkinder von Pflegeeltern schwer verletzt. Die Eltern leben Gewalt und Alkoholmissbrauch vor Soziologen machen dafür einen allgemeinen Werteverfall verantwortlich. Gewalt in der Ehe und im Fernsehen oder exzessiver Alkoholkonsum der Eltern bleiben für deren Kinder nicht folgenlos. Spirituosen und Tabak werden schon an Zwölfjährige verkauft. Erste eigene sexuelle Erfahrungen machen Kinder mit dreizehn. Spätestens dann kommen viele auch erstmals mit dem Gesetz in Konflikt. Mehrere Regionen erwägen für Heranwachsende ohne Begleitung eine nächtliche Ausgangssperre. Auch, um ältere Erwachsene vor Kinder-Banden zu schützen. (Von Erich Wiesner) (Quelle: www.maerkischeallgemeine.de 03.06.2009) | |
| 21.02.2009 EiA - News # 2-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, der PFAD Bayern hat eine Broschüre zum Thema Adoptivkinder in der Schule neu aufgelegt und teilt uns dazu folgendes mit: Wir möchten Sie gerne hinweisen auf unsere überarbeitete und neu aufgelegte 80-seitige Broschüre Pflegekinder und Adoptivkinder in der Schule Hinweise zum Umgang mit Schulschwierigkeiten von Kindern in schwieriger familiärer Lage Diese Handreichung soll Pädagogen, Eltern und Fachkräften der Jugendhilfe das Verständnis für das schulische Verhalten von Pflege- und Adoptivkindern und den Umgang mit ihnen erleichtern. Viele Pflege- und Adoptivkinder haben in der Schule Probleme auf der Lern-/Leistungsebene und zeigen Auffälligkeiten im sozialen Bereich. Die schulischen Schwierigkeiten dieser Kinder unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild zwar kaum von denen anderer Kinder in schwieriger familiärer Situation, die Ursachen sind jedoch spezifischer Art. Sie sind begründet in der ganz individuellen, oft schmerzvollen Geschichte von Pflege- und Adoptivkindern und ihrer augenblicklichen Lebensperspektive. Die gemeinsame Veröffentlichung des Staatsinstituts für Schulpädagogik und Bildungsforschung und PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst erarbeitet. Nähere Informationen zum Inhalt und den Bestellmodalitäten entnehmen Sie bitte anhängender Pressemitteilung. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten für unser Buch werben könnten, würde uns dies sehr freuen. Das Cover können Sie sich gerne herunterladen von www.pfad-bayern.de/dokumente/CoverP+AK Schule.jpg Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de | |
| 08.01.2009 EiA - News # 1-2009 Liebe Mitglieder und Freunde, das Bayerische Landesjugendamt veröffentlicht in seinem aktuellen Mitteilungsblatt die angefügte Nachricht. Thomas Stadtmüller Vorsitzender EiA - Elterninitiative Adoption e.V. vorstand@eia-online.de www.eia-online.de Ausdehnung der Strafbarkeit bei der Vermittlung der Adoption Minderjähriger Mit dem "Gesetz zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses des Rats der Europäischen Union zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornografie", das am 05.11.2008 in Kraft getreten ist, soll zukünftig auch die Strafbarkeit von Personen, die eine Adoption Minderjähriger vermitteln, ausgedehnt werden. Deshalb wurde § 236 Abs. 2 Satz 1 StGB (Kinderhandel) ergänzt: Bisher machte sich ein Vermittler dann strafbar, wenn er/sie unbefugt (also ohne Zulassung) gegen Entgelt oder in Bereicherungsabsicht bei einer Minderjährigenadoption tätig wurde. Nunmehr wird die Strafbarkeit von Personen, die eine Adoption Minderjähriger vermitteln, ausgedehnt. Strafbarkeit ist künftig auch dann gegeben, wenn er/sie den Eltern oder dem Vormund ein Entgelt gewährt, damit diese die Einwilligung in die Adoption erteilen. | |